Herren 1: Die Ö-Kings bezwungen und sich fürs Cup Halbfinale qualifiziert!

Es war einmal - an einem verregneten Samstagnachmittag im hochgelegenen Känerkinden. In der Burg zur Dörlimatt sollte ein Kampf mit Stock und Ball um den ehrenvollen Einzug ins Halbfinale des Schweizer Ligacups entscheiden. Zu diesem Kampfe wurden die wilden Schwarzbuben den Ö-Kings zugelost um sich in 60 Minuten zu messen. Lange war unklar, wer die feinere Klinge führen sollte um schlussendlich vom Ehrenprinz van Kurtesi das Ticket zum Halbfinale überreichet zu bekommen…

 

Nun, um doch noch etwas sachlich zu werden. Die Nuuugler Schwarzbuben qualifizierten sich mit einem 13:7 (2:3, 4:1, 7:3) für den Halbfinal. Die knapp 200 Zuschauer bekamen ein anschauliches und temporeiches Spiel geboten, welches für einmal wohl mehr Führungswechsel mit sich brachte als 2 Minuten Strafen verteilt wurden. Ein in der Vergangenheit doch eher seltenes Bild. Doch nun von Anfang an. Zusammengefasst als «Ein Duell in drei Kapiteln».

 

 

Drittel 1 …Die Annäherung.
Mit dem Vorziehen des Cupspiels wollte man Oekingen wie auch Nuglar einen Gefallen tun, damit die elendige Doppelbelastung der vergangenen Saison durch die Mammutwochenenden nicht ein erneutes Gastspiel feiern konnte. So kam es dazu, dass Swissunihockey einem Vorziehen des ¼ Finales der beiden Solothurner zustimmte und ein Spiel am Samstag den 11.11.2017 zuliess. Etwas ungewohnt wurde das Spiel um 14.00 Uhr Nachmittags angepfiffen. Trotz den speziellen Bedingungen durfte vor einer grossartigen Kulisse gespielten werden.

 

 

Abtasten stand auf dem Programm für beide Teams. Die Nuglar machten hierbei die etwas schlechtere Falle und wurde im Nu durch einen Auslösungfehler bestraft. Ein erstes Mal zeigte sich bereits die grosse Stärke der Ö-Kings, kontern und eiskalt abschliessen. Nach nicht einmal 2 Minuten sah sich der Gastgeber bereits einem Rückstand hinterherrennen. Die Schwarzbuben liessen dies aber nicht auf sich sitzen und erzielten durch einen ansehlich ausgeführten Freistoss den Ausgleich. Die Abtastphase wurde somit auch gleich beendet und man ging schon eher zur Annäherung über – diese wurde aber von beiden Teams etwas gar wortwörtlich genommen. Immer wieder wurden die beiden Teams verwarnt durch den mit Sicherheit und Stil agierenden Schiedsrichter Petros. So gab es auf beiden Seiten Strafen für wiederholte Vergehen. Diese wurden von beiden Teams (da beinahe zeitgleich ausgesprochen) genutzt und durch einen zusätzlichen Treffer von Oekingen sah sich Nuglar einem 2:3 Rückstand zur Pause konfrontiert. Grundsätzlich trat man solide auf, liess jedoch die nötige Konsequenz im Abschluss eindeutig aus, so dass der Rückstand aus Schwarzbubensicht verdient war.

 

 

Drittel 2 …Die Reaktion.
Nach einer zünftigen Ansprache von Coach Kurtesi in der Garderobe und dem Publikum im Rücken, bedingt durch den Seitenwechsel, nahm man das zweite Drittel in den Angriff. Langsam aber sicher kam die Spielfreude und die Effizienz bei den Schwarzbuben zurück. Konnte man doch kurz nach der Pause das Spiel ausgleichen und sogleich auch mit zwei Treffern davonziehen. Pünktlich zur Spielhälfte wurden dann bei beiden Teams die Schlussmänner auf die Sekunde genau ausgetauscht. Entsprechend ging es auch nicht lange, bis sich diese auszeichnen konnten bzw. sobald auch ein erstes mal geschlagen geben mussten. Die Partie ging rasant hin und her, Offensivaktionen waren auf beiden Seiten viele zu sehen. Nuglar trug das bessere Ende davon und rettete ein dünnes 6:4 über die Zeit – zumindest in die zweite Pause.

 

 

Drittel 3 …Die Vollstreckung.
Nun wurde den Zuschauern das volle Spektakel geboten. Viele Zweikämpfe, tolle Dribblings und Abschlüsse in allen Formen und Varianten führten zu diversen Paraden der Torhüter und Verteidiger wie auch einigen Toren. So stand Nuglar da, 12 Minuten vor Schluss mit einem dünnen Vorsprung von 7:6. Und konnte sogleich mit einem nächsten Tor den zwei Tore Abstand wiederherstellen. Die Emotionen schossen hüben wie drüben in die Höhe und überschlugen sich.  Kurtesi nahm das Timeout um die Situation etwas zu beruhigen und den Gameplan für die restliche Spielzeit offen zu legen. Mit der Umstellung auf zwei Linien und der Bündelung der Kräfte wollte man das 8 Mann Kader von Oekingen müde werden lassen und selbst lange im Ballbesitz bleiben. So kam es, dass die Schwarzbuben öfters mal eine Konterchance vor die Nasen bekamen. Die konnten zu Beginn noch nicht sonderlich gut ausgewertete werden – immer wieder hatte man Mühe die Bälle hinter dem Tor hervorzubringen und musste sich stattdessen gegen 4 Feldspieler wehren anstatt Konter fahren zu können. Irgendwann war der Damm der Oekinger jedoch gebrochen und Nuglar konnte Tor um Tor einnetzen und schlussendlich davonziehen.  So verabschiedete man sich nach 60 Minuten effektiver Spielzeit mit lachenden Gesichtern von den zahlreichen Zuschauern und Sponsoren und bedankte sich mit einer Welle für das unermüdliche Anfeuern zum 13:7 Sieg.

 

Der Halbfinaleinzug ist geschafft. Bei aller Freude darf in der aktuellen Konstellation von Nuglar nicht vergessen werden, dass man schon die ganze Saison ohne nicht mit voller Power spielen kann und eine Qualifikation unter den besten vier bei Weitem keine Selbstverständlichkeit ist im Kleinfeldunihockey. Die Schwarzbuben haben gezeigt, dass man gemeinsam als «la familia» viel erreichen kann wenn jeder mit vollem Einsatz und Elan geht. So kann man auch ein Oekingen schlagen, welches im vergangen Cupjahr doch auch Kappelen aus dem Wettbewerb geworfen hat und bis vor der letzten Runde noch auf dem zweiten Platz in der Meisterschaft stand. Die Auslosung für das Halbfinale findet nach den drei weiteren Spielen in der nächsten Woche statt – wir sind gespannt, wer als nächster wartet…


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